[Rezension] Gytha Lodge – Bis ihr sie findet

Der erste Satz:
Sie schlidderte und rutschte die Böschung hinunter, landete mit ihren Sportschuhen hart auf dem ebenen Boden des Flussufers und schwankte kurz, hielt aber das Gleichgewicht.
Das sagt der Verlag über das Buch:
Sechs Freunde. Ein Mörder. Wem vertraust du? Von einer sommerlichen Zeltnacht mit den Freunden ihrer großen Schwester kehrt die vierzehnjährige Aurora nie zurück. Dreißig Jahre später wird ihre Leiche gefunden. In einem Versteck, von dem eigentlich nur die sechs Freunde gewusst haben können. Detective Chief Inspector Jonah Sheens ist fest entschlossen, den Cold Case ein für alle Mal zu lösen.

Meine bescheidene Meinung:
Als ich den Klappentext las, war ich sofort gebannt und wollte unbedingt wissen, was mit Aurora passiert sein mochte. Wie ich schon einmal an anderer Stelle erwähnt habe, mag ich es, die möglichen Verdächtigen präsentiert zu bekommen um mir dann selbst meine eigenen Gedanken zu machen und Personen nach und nach ausschließen zu können.

Brett, Connor, Benners, Jojo, Coralie oder Topaz sind die 5 Freunde, Letztere die ältere Schwester des Opfers und hier kam schon mal das erste, das mich so tierisch genervt, da extrem irritiert hat: zwei der 3 Jungs heißen Brett und Benners (der eigentlich Daniel heißt). Warum muss man zwei männliche Namen nehmen, die sich so extrem ähneln? Ich kann mich gut erinnern, dass ich oft im Lesefluss gestoppt bin um mir nochmal in Erinnerung zu rufen, wer wer ist; sehr, sehr unnötig.

Ich bin ein Fan von kurzen und knackigen Kapitel, entsprechend mochte ich die Aufteilung von 42 Kapiteln auf 400 Seiten Buch. Auch der regelmäßige Wechsel der Zeit – 1983 und 2013 – hat das Buch für mich zu einem Pageturner gemacht; wurde doch gerade im Jahr 1983 die Handlung kontinuierlich fast minütlich bis zur Ermordung Auroras fortgeführt.

Die 6 Freunde blieben in der Gegenwart leider ein bisschen blass in meinen Augen – allem voran Coralie, von der man fast gar nichts erfährt. Während alle 30 Jahre zuvor recht authentisch und lebensecht dargestellt werden, fehlt es jeder/jedem Einzelnen im Hier und Jetzt an Farbe – was ich äußerst schade fand.

Die Rolle des ermittelnden DCIs Sheens in den 80ern fügte sich meiner Meinung nach wirklich gut in die Handlung und ich fand es geschickt gelöst, dass eben er das fehlende Puzzlestück war, das zur Rätsels Lösung führte.

Die ein oder andere Länge und auch der in meinen Augen zumindest vorliegende Logikfehler schmälern die Tatsache nicht, dass ich das Buch sehr gerne gelesen habe und mich auf den nächsten Fall mit Jonah Sheen freue. Der Mann scheint ein bisschen kaputt zu sein – da gibt es viel Potenzial für folgende Bände!

Ein gelungenes Debut mit Luft nach oben!

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