[Rezension] [Hörbuch] Liane Moriarty – Neun Fremde

Der erste Satz:

„Es geht mir gut“, sagte die Frau.

Das sagt der Verlag zum Buch:
Neun Fremde und zehn Tage, die alles verändern: In einem abgelegenen Wellness-Resort treffen fünf Frauen und vier Männer aufeinander, die sich noch nie zuvor begegnet sind. Sie alle sind in einer Krise und wollen ihr altes Leben hinter sich lassen. Bald schon brechen alte Wunden auf und lang gehütete Geheimnisse kommen ans Licht. Denn nichts ist so, wie es scheint in Tranquillum House…

Meine bescheidene Meinung:
Ich glaube, es ist mir noch nie passiert, dass ich eine Serie innerhalb kürzerer Zeit zwei Mal angeschaut habe, weil ich die Story und natürlich auch die Schauspieler so verdammt gut fand. Passierte mir im vergangenen Jahr bei Big Little Lies, das auf dem gleichnamigen Roman basiert. Als ich nun sah, dass von der Autorin ein neues Buch erschienen ist und das Hörbuch auch noch mit einer meiner Lieblingsstimmen, nämlich der von Esther Schweins, vertont wurde, musste ich es einfach anhören. Es handelt sich beim Hörbuch um eine gekürzte Version und die Dauer beträgt 849 Minuten.

Liane Moriarty hält sich nicht lange mit viel Geplänkel auf und der Zuhörer ist recht schnell in der Geschichte drin und auch das Erzählmuster ist bald bekannt. Die Geschichte wird aus 12 verschiedenen Perspektiven erzählt: den 9 Besuchern des Wellness Ressorts Tranquillum House sowie deren 3 Angestellten. Das hat nicht nur den Vorteil, die Charaktere besser kennenzulernen, sondern auch einzelne Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachen zu können.

Vom Einen erfährt man ein etwas mehr, vom Anderen vielleicht ein bisschen weniger, aber das Wichtigste wird bei allen abgedeckt: Name, Alter, Beruf, wesentliche Charakterzüge und natürlich der Grund, der alle nach Tranquillum House führt.

Die Handlung plätschert so vor sich hin und ich genoss es, immer ein bisschen mehr von den 9 Protagonisten und dem Ressort zu erfahren. Aber irgendwann machte mir meine Erwartungshaltung einen Strich durch die Rechnung. Das ist die einzig plausible Erklärung für mein sich langsam anbahnendes Gelangweilt-Sein, denn je öfter ich mir den Klappentext durchlese, desto deutlicher sehe ich, dass alles dort beschriebene stimmt und ich einzig und alleine durch die spannungs-geladene Handlung bei Big Little Lies einfach ständig auf das BÄM! gewartet habe.

Wo ist der Mord, wo die Intrige, wo die schmutzigen Geheimnisse? Sorry Leute, die sind leider aus – mit der Tatsache musste ich mich dann kurz vor Ende leider auch abfinden. Ein kleines Bämchen kam dann zwar noch und das Ende war dann noch ganz nett, aber für meinen Geschmack ein bisschen zu konstruiert und schön-gewollt.

Ein netter Roman mit interessanten Charakteren und einer wunderbaren Esther Schweins als Vorleserin. Leider nicht das, was ich mir erhofft habe und so könnte man wahrscheinlich mit Recht sagen, dass ich dem Hörbuch damit Unrecht tue, aber für mich leider nur ein So lala.

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