[Rezension] Rachel Abbott – Wo die Angst beginnt

Der erste Satz:

Auf diese Weise geht es dann also zu Ende.

 

Das sagt der Verlag zum Buch:
Nach dem schrecklichen Tod von Marks erster Frau war es Evie, die ihn zurück ins Leben brachte. Die beiden sind verliebt, sie haben eine kleine Tochter und leben zusammen in Marks wunderschönem Haus am Meer. Alles wirkt perfekt. Doch ist es das wirklich? Plötzlich scheint Evie immer öfter kleine Unfälle zu haben, hat immer wieder Verletzungen und blaue Flecke. Ist Mark dafür verantwortlich? Evies Freunde beginnen, sich Sorgen zu machen. Und eines Nachts wird Sergeant Stephanie King zu dem Haus am Meer gerufen und entdeckt im Schlafzimmer zwei Körper in blutgetränkten Laken…

 

Meine bescheidene Meinung:
Allem voran: von den Haupt-Charakteren mochte bis auf Stephanie King niemandem in diesem Buch. Egal ob Evie, Mark oder dessen Schwester Cleo: alle miteinander kaputt, irre, seltsam, wie man sieht: von allem was dabei. Ich konnte für keine*n  der Drei Mitgefühl, geschweige denn Mitleid aufbringen – die beste Voraussetzungen für eine 480-seitige Lektüre…

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt: im ersten lernt der/die Leser*in die Protagonisten kennen – wie gesagt: bei mir war es Liebe auf den ersten Blick. NICHT. Weder Mark noch die beiden Damen sind verlässliche Charaktere und es wird recht schnell klar, dass jede*r was zu verbergen hat. Vielleicht liegt es daran, dass ich schon mehrere Thriller in die Richtung gelesen habe, aber ein paar kurze Flashbacks in der Erzählung über Cleo haben mich recht schnell zu der Schlussfolgerung gebracht, dass (Achtung, Spoiler – zum Anzeigen einfach mit der Maus drüber markieren: es mit Cleos, Marks und Evies Kindheit zu tun haben und dort etwas Schreckliches passiert sein muss. Es wird ja auch schon anfangs daraufhingedeutet, dass es Gründe gibt, weswegen Evie in Cleos Galerie auftaucht.)

Wie gesagt: gemocht hab‘ ich keine*n (wobei ich damit zumindest einer Person unrecht getan habe), was aber nicht heißt, dass ich sie als Charaktere nicht interessant fand. Alle miteinander kaputt und abstoßend, aber man will doch wissen, was passiert ist. Im zweiten Teil geht es um das Gerichtsverfahren, das an das begangene Verbrechen anschließt. Ich verrate jetzt hier nicht, wer vor Gericht steht und warum, das würde wohl etwas zu sehr vorgreifen.

Was ich jedoch verraten kann, ist, dass nichts so ist wie es zu sein scheint und die Abgründe der menschlichen Seele unendlich zu sein scheinen.

Mir hat Wo die Angst beginnt recht gut gefallen, leider hat mich die Tatsache, dass ich mit den Charakteren so gar nicht warm geworden bin, etwas in meinem Lese-Enthusiasmus gebremst und mir kamen die 460 Seiten zuweilen eeeewig lang vor (obwohl es keine wirklichen Längen im Buch gibt…). Ein solider Thriller mit einem teils sehr überraschenden Ende, das mich wieder ziemlich versöhnt hat.

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Quelle: randomhouse.de

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