[Rezension] Linwood Barclay – Lügennest, Promise Falls I

3 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
endlich mal wieder ein Linwood Barclay Thriller, oh nein!-eine Trilogie, scheiße, ist das spannend!

Das sagt der Verlag zum Buch:
Geheimnisse lassen sich nicht begraben – wohl aber die, die zu viel wissen …

Für Promise Falls sieht es düster aus. In der Kleinstadt an der US-Ostküste gibt es kaum Perspektiven – und vor allem keine Jobs. Auch die Zeitung von Reporter David Harwood ist pleite, trotzdem steckt er seine Nase weiterhin in Sachen, die ihm merkwürdig vorkommen. Wie zum Beispiel in diese Geschichte mit dem Baby. Seine Cousine Marla schwört, ein Engel habe es ihr gegeben. Aber es sieht eher so aus, als hinge alles mit einem brutalen Mord am anderen Ende der Stadt zusammen. Und das ist nicht der einzige Abgrund, der sich in Promise Falls auftut.

Meine bescheidene Meinung:
Ich mag Linwood Barclays Romane. In meinen Augen handelt es sich um solide Thriller mit genau dem richtigen Maß an Spannung, Psycho und Blutvergießen.

Entsprechend begeistert war ich, als ich erfuhr, dass endlich wieder neuen Stoff von ihm gibt. Noch ein bisschen begeisterter war ich, als mir auffiel, dass die Geschichte von David Harwood an die Romane Ohne ein Wort und Dem Tode nah anknüpft. Bisschen weniger cool war die Tatsache, dass ich mich nur noch grob (und selbst das ist eine Übertreibung) an die Handlung von vor knapp 10 Jahren erinnere.

Aber egal – ich habe mich gefreut, alte Bekannte wieder zu treffen und woran ich mich noch erinnern konnte – nämlich der tollen Schreibstil, wenn er den männlichen Ich-Erzähler auspackt – hat mich auch hier, im Auftaktband der Promise Falls-Reihe, wieder absolut gepackt. Ich habe den immerhin doch 512 dicken Schinken regelrecht inhaliert und wollte ihn nicht zur Seite legen.

Die Atmosphäre (typische amerikanische Kleinstadt mit den üblichen Alltagsproblemen wie Arbeitslosigkeit, etc.), die Charaktere (von sehr gut bis sehr böse so ziemlich alles vorhanden; darunter mindestens 50 verschiedene Grautöne ;)) und die einzelnen Verbrechen (von Entführung über andere groteske Dinge ist da auch einiges geboten), die (noch) nicht alle aufgedeckt werden, haben diesen Roman zu einem absoluten Schmankerl gemacht. Ich mag Romane mit diesem Kleinstadt-Idyll (ähnlich Jason Starrs Phantasien), bei denen man selbst im kleinen Kreis der Verdächtigen Detektiv spielen kann.

Ich bin sehr auf die kommenden Teile Lügennacht (Teil II) und Lügenfalle (Finale der Trilogie) gespannt, denn wie gesagt: das ein oder andere ist ja noch offen. Ein bisschen schade finde ich, dass im 2. Teil ein neuer Ich-Erzähler auftaucht, denn ich mochte David Harwood wirklich gerne.

Lügennest war für mich ein grandioser Auftakt zu einer neuen Serie, auf die ich mich sehr freue (zum Glück ist der 2. Teil schon draußen und der 3. Teil erscheint schon Anfang April); lediglich die Auflösung des im Vordergrund stehenden Verbrechens fand ich ein bisschen mau, was jedoch dem Lesespaß und auch der Spannung keinen Abbruch getan hat.

Die Nachfolge-Teile werden es schwer haben, sich an dem ersten zu messen…

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Quelle: droemer-knaur.de

2 Gedanken zu “[Rezension] Linwood Barclay – Lügennest, Promise Falls I

  1. Ich hab das Buch, ähnlich wie du, ziemlich verschlungen, aber das: „Noch ein bisschen begeisterter war ich, als mir auffiel, dass die Geschichte von David Harwood an die Romane Ohne ein Wort und Dem Tode nah anknüpft.“ ist mir ja überhaupt nicht aufgefallen O.O Heftig.

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