[Rezension] Frauke Scheunemann – Ziemlich unverhofft

3 Dinge, die mir spntan zum Buch einfallen:
endlich geht’s weiter!, perfekt zur ZDF-Sonntagabend-Komödie geeignet, mehr Gisela, Tessa und Max!

Das sagt der Verlag zum Buch:
Nikola Petersen, Anwältin und alleinerziehende Mutter in Hamburg, hat ihr Leben fest im Griff. Na gut, manchmal ist es auch ein wenig chaotisch. Zum Beispiel jetzt gerade: Ihre Rechtsanwaltsgehilfin hat gekündigt, Sozietätspartner Alexander seit Wochen einen Durchhänger und Schwiegermutter Gisela, ihres Zeichens Chefbabysitterin im Hause Petersen, will auf Kreuzfahrt gehen – natürlich ohne Nikolas Kinder. Dabei türmen sich im Büro die Akten, und Nikola hätte gern ein wenig Zeit, um nach Feierabend den vielversprechenden Flirt mit ihrem Kollegen Simon Rupprecht auszubauen. Aber daraus wird nichts, denn getreu der Devise „Schlimmer geht’s immer“ reist dann noch die Mutter von Nikolas Nachbarn Tiziano an. Aus unerfindlichen Gründen ist Signora Felice der festen Überzeugung, dass Nikola Tizianos neue Freundin ist. Und der tut leider alles, um seine Mutter in diesem Glauben zu lassen…

Meine bescheidene Meinung:
Nachdem ich von Ziemlich unverbesserlich, dem ersten Roman um die alleinerziehende Mama Nikola, schon mega begeistert war, konnte ich den 2. Band gar nicht erwarten. Leider hat’s dann doch mit dem Lesen etwas länger gedauert – vom Rezensieren will ich gar nicht erst reden :(.

Dafür muss der zweite Nikola-Teil jetzt für eine Lobhuldigung Deluxe herhalten. Dieser Roman hatte einfach alles, was ich mir von einem Wohlfühl-Buch auf der Couch bei schlechtem Wetter (JA, Schnee ist schlechtes Wetter!) wünsche: Liebe (Jaaaa!), Leid (aber bitte nur n büsch’n!) und nicht zu vergessen: Lustigkeit (nein, das Wort gibt’s nicht, aber das mit den 3 Ls fand ich einfach so schön :))!

Die Charaktere waren wieder so unheimlich lebendig, dass ich das Buch (als ich es dann endlich mal begonnen hatte) fast in der Geschwindigkeit eines 90-Minuten-Films der Offentlich-Rechtlichen inhaliert habe. Ich hatte jeden Einzelnen vor meinem geistigen Auge und habe sehr, sehr viel gelacht.

Ich fand es toll, dass Frauke mit Ziemlich unverhofft nahtlos an den Erstling anknüpft – das macht es gerade für die Leser, die den ersten Teil noch nicht gelesen haben und beide Bücher in einem Rutsch lesen wollen (ich habe auch den ersten Teil nochmal gelesen), zu einem doppelten Lesevergnügen ohne nervige was-ist-wohl-in-der-Zwischenzeit-passiert-Pause.

Die kleinen und auch größeren Dramen waren toll konstruiert und man fieberte mit den Protagonisten, die einem mit Band 1 doch ziemlich ans Herz gewachsen sind, mit. Und hier wäre ich auch bei meinem einzigen kleinen Minuspunkt: mir haben Oma Gisela, Tessa und der kleine Max gefehlt! Ich fand zwar die Irrungen und Wirrungen um Nikolas Verehrer, Madame Felice und auch Florentine und Ulfi spannend und amüsant, allerdings hätte ich mir doch ein bisserl mehr Handlung von der Familie Petersen gewünscht – und hiermit wende ich mich an die wunderbare Frauke: ich weiß zwar noch nicht, wie weit Du bist, aber ließe sich ein bisserl mehr GTM einrichten? Das wäre ganz wunderbar!

Für mich bleibt nur zu sagen: jede/r, der/die gute-Laune-Lektüre, die nicht seicht, aber trotzdem entspannt ist, sucht, ist mit Ziemlich unverbesserlich und Ziemlich unverhofft bestens bedient! In Zeiten von NafriPegidaTrumpISIS können unsere Nerven glaub ich ein bisschen Wohlfühl-Atmosphäre vertragen – ich für meinen Teil freue mich schon auf Teil 3!

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