[Rezension] Veronika Peters – Aller Anfang fällt vom Himmel

5 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
tolles Cover, außergewöhnliche Namen, ein Mann namens Ove, Kauz, Erwachsenwerden

Das sagt der Verlag über das Buch:
Korbinian Gerhard ist Lehrer und seit dem Tod seiner Frau allein lebend. Er ist kauzig, pedantisch und legt Wert darauf, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Billa ist siebzehn, freiheitsliebend und rebellisch – und ohne Dach über dem Kopf, denn sie ist von zu Hause abgehauen. Als Korbinian sie an einem kalten Winterabend hungrig und krank auffindet, nimmt er sie widerwillig mit zu sich nach Hause. Dass seine sorgsam gehütete Ordnung damit bedrohlich ins Wanken gerät, bekommt er bald zu spüren: Billa fegt – nebst ihrer Entourage – wie ein Wirbelwind durch sein Leben und scheut sich nicht, alle vermeintlichen Gewissheiten auf den Kopf zu stellen. Und Korbinian staunt nicht wenig, als er sich plötzlich wiederfindet in dem großen Abenteuer, das man Freundschaft nennt…

Meine bescheidene Meinung:
Als ich den Klappentext las, wusste ich: dieses Buch musst Du lesen! Ich hatte beim großen A in eine Leseprobe reingelugt und der Schreibstil sagte mir sofort zu: einfach und schnörkellos gehalten, aber doch nicht plump oder gewöhnlich. Gerade bei einem etwas „schwierigerem“ Thema finde ich das toll, weil es schnell unsensibel und „abgefrühstückt“ klingt.

Korbinian erinnerte mich zu Anfang an meinen heißgeliebten Ove – genauso sympathisch war auch er mir gleich zu Anfang. Für andere mag es spießig und engstirnig klingen, wenn jemand Ordnung und Kontrolle mag, wenn der Mensch ansonsten ganz annehmbar scheint (und diesen Eindruck macht Korbinian durchaus!), ist das für mich vollkommen okay. Wie heißt es sonst so schön: Menschen ohne Macke sind Kacke!

Dieses Motto gilt übrigens auch für die anderen Protagonisten des Buches: allen voran Billa. Die Siebzehnjährige ist gerade dabei, erwachsen zu werden und auch wenn es altklug klingen mag: wirklich immer gut finden, was sie sagt und tut, muss man nicht – vielleicht auch einfach, weil man es mittlerweile besser weiß. Zudem hat die Gute eine – sagen wir mal derbe – Art, sich auszudrücken, was wohl auch nicht jedermanns Fall ist. Ich fand sie authentisch und lebensecht – wie übrigens die anderen Charaktere auch.

Nun zur Geschichte: ich will natürlich nicht zu viel verraten, aber sie hat mir alles in allem sehr gut gefallen: die ein oder andere Länge war zwar vorhanden, allerdings hat mir das nicht immer wirklich was ausgemacht; stellenweise ich fand diese unaufgeregte, entspannte Atmosphäre sehr angenehm – mal zur Abwechslung kein Cliffhanger an jedem Ende des Kapitels, sondern eine Handlung, die gemächlich (aber nicht träge!) dahin geht. Ich sage allerdings nicht immer und stellenweise, weil manchmal die ein oder andere Länge einfach nicht hätte sein müssen, aber da les‘ ich mittlerweile drüber.

Wer – gerade jetzt, wo der Sommer doch zu kommen scheint – nach einem Buch fürs Herz für den See oder einfach nur den Balkon sucht, ist mit Aller Anfang fällt vom Himmel bestens beraten. Freundschaft, Loyalität, Empathie, Familie – all diese Themen sind ganz wunderbar auf 288 Seiten vereint und dazu auch noch mit einem wunderhübschen Cover versehen.

Klare Kaufempfehlung!

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