[Rezension] Tonino Benacquista – Blut und Dollar

5 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
Mafia (Überraschung), Hund, Michelle Pfeiffer & Robert DeNiro

Das sagt der Verlag über das Buch:
Giovanni Manzoni, Ex-Mafiaboss im Zeugenschutzprogramm, wird in die Provence umgesiedelt. Seine Frau Maggy hat in Paris ein Lokal eröffnet, die Kinder sind ausgezogen. Also ist er viel allein mit seinen Bewachern vom FBI und kann sich dem Schreiben widmen. Doch er hat keine Idee. Als Maggy ihm von den Schikanen des benachbarten Schnellrestaurants erzählt, hat Giovanni endlich einen Romanstoff. Eine tapfere Restaurantbetreiberin setzt sich mit allen Mitteln gegen die Übermacht einer Fast-Food-Kette zur Wehr: Nägel in der Pizza und Gift in der Tomatensoße. Giovanni lässt seiner mafiösen Fantasie freien Lauf. Und es ist nicht rohe Gewalt, sondern ihre Schilderung, die die Schurken zur Ordnung ruft. Denn nach der Lektüre des Romans ziehen sich die Betreiber des Schnellrestaurants ganz von allein zurück…

Meine bescheidene Meinung:
Leider ist es ja oft so, dass einem ein Buch recht gut gefällt und – sobald der 2. Teil erschienen ist und man diesen gelesen hat – denkt: kann man machen, ist dann aber halt… nun ja.. nicht so gut. Leider auch passiert bei Tonino Benacquistas Blut und Dollar. Schon alleine der Titel des Fortsetzungsromans der Mafiakomödie Malavita hat mich würgen lassen. Gut, ich kann verstehen, dass sich der Original-Titel Malavita encore nicht so gut übersetzen lässt, aber Blut und Dollar – nach 352 Seiten fehlte mir da ehrlich gesagt der Bezug zwischen Titel und Handlung…

Wo wir schon mal bei der Handlung sind: extrem mau bis gar nicht vorhanden. Man hatte das Gefühl, Benacquista hatte für den Nachfolgeroman unterschrieben und sich dann auf Gedeih und Verderb was einfallen lassen müssen. Wer hier wie im Vorgänger auf Mafiageschichten gehofft hat, die den Leser mitlachen, mitzittern und mitfreuen lassen, wird leider enttäuscht. Die Familie Manzoni/Blake/Wayne gibt es an sich nicht mehr: Maggy ist nur noch am Wochenende da, da sie in Paris ihre berühmte melanzane alla parmigiana verkauft, Belle ist zum Studieren ausgegzogen und Warren, angehender Schreiner lebt frisch verliebt mit seiner neuen Freundin zusammen.

Das bedeutet zum Glück nicht, dass sich die ganze Aufmerksamkeit auf Fred beschränkt, der an seinem neuen Buch schreibt, aber es ist alles doch ziemlich auseinandergerissen. Jeder hat so sein Päckchen zu tragen, was allerdings dieses Mal äußerst fade daher kommt. Mir fehlte der Witz, die Spannung, die Spritzigkeit: alles tröpfelt recht einfallslos aneinandergereiht vor sich hin.

Einzig und alleine der flüssige Schreibstil hat dazu geführt, dass ich das Buch nicht abgebrochen habe. Ich kann Blut und Dollar leider absolut nicht empfehlen und war nach Ende des Buches doch ziemlich enttäuscht; das wäre sicher auch besser gegangen!

Bibliothek

 

mafia


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