[Rezension] Antje Szillat – Maja & Motte I – Ach, du dicker Hund!

5 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
Zwillinge, sehr buntes und lustiges Cover, Kinder- und Jugendbuch, vielversprechender Titel

Das sagt der Verlag über das Buch:
„Zwei für eine, eine für zwei“, das ist der heilige Schwur der Hufnagel-Zwillinge. Aber manchmal ist Maja einfach nur eine blöde Gorgonzolanudel (sagt Motte) und Motte eine schrecklich treulose Tomatenschwester (findet Maja). Oh, du Hölle! Maja fällt aus allen Wolken, als Motte vom Waveboardfahren einen Hund mit nach Hause bringt. Er sieht aus wie ein riesiges Kalb, das in Haarwuchsmittel gefallen ist, und ist wild wie ein Nest voller Hornissen. So sehr Motte sich einen eigenen Hund wünscht — Maja hat nun einmal panische Angst vor diesen vierbeinigen Schlabberschnauzen. Und außerdem hat sie im Augenblick ganz andere Sorgen: Wie soll sie beim Vorsingen für den Musicalworkshop einen Ton herausbringen, wo sie doch so schreckliches Lampenfieber hat?

Meine bescheidene Meinung:
Das erste, was mir auffiel, als ich das Cover anschaute und kurz in das Buch blätterte, waren die wunderschönen Illustrationen von Nina Dulleck, die auch schon Die kleine Dame mit ihren Zeichnungen verschönert hat. Auch im Inneren sind viele tolle Bilder von den Zwillingen, den Eltern, dem Tantchen sowie Hund und Hamster zu sehen. Einfach nur toll!

Jetzt aber zur Geschichte: Das Motto der beiden Hufnagel Zwillinge und damit auch des Buches lautet: Une pour deux und deux pour une [Eine für beide und beide für Eine!] was ich toll gewählt fühle. Es kommt nicht wie eine abgewandelte abgedroschene Phrase der 3 Musketiere daher, sondern hat durch Bestand durch die Tatsache, dass die Mutter der Zwillinge Französin ist und beide tatsächlich immer für einander da sind – fand ich sehr süß gemacht! Allgemein kann man sagen, dass das ganze Buch an sich toll und süß gemacht ist und man Maja & Motte sofort gern haben muss und sich auch als Erwachsener auf Anhieb in einem der Mädels wiedererkennt.

Denn auch das ist das Schöne an dem Buch: obwohl die beiden eineiige Zwillinge sind und sich äußerlich bis aufs Haar gleichen, so sind sie charakterlich doch grundverschieden: Die eine ruhig, schüchtern und künstlerisch begabt – die andere sportlich, draufgängerisch, selbstbewusst und nie um einen vorlauten Kommentar verlegen. Dadurch ergänzen sie sich unheimlich gut und machen die Geschichten im Buch richtig rund. Diese ist lustig, frech und flott erzählt, kann jedoch an den entsprechenden Stellen auch mit einem ruhigeren und sensibleren Ton aufwarten. Eben einfach eine gute Mischung aus Abenteuer, Freundschaft, Spaß und Emotionen.

Die Seiten aus dem Briefbuch, das sie von ihrer Tante geschenkt bekommen haben, sind wunderschön gestaltet und geben dem Lesen einen tollen Einblick in das Gefühlsleben (Hoffnungen, Ängste, Pläne) der beiden Mädchen und machen sie so noch um einiges „echter“. Auch die Charaktere der restlichen Hufnagels sind toll ausgearbeitet, sehr liebevoll gestaltet, da jeder durch seine Macken und Eigenarten zu etwas ganz besonderem wird (meine Favoritin ist ja das Tantchen 😉 ).

Für die kommenden Bände wünsche ich mir, ein bisschen mehr über die restlichen Hufnagels und die Freunde der Mädchen zu erfahren – ansonsten kann ich nur sagen: toller Auftaktband – Mädels (egal ob jung oder alt), haltet euch fest, hier kommen Maja & Motte, ganz sicher ist das so!

BibliothekBibliothekBibliothekBibliothek

maja


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s