[Rezension] Nika Lubitsch – Der 7. Tag

5 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
Nika wer?, wow – so viele positive Bewertungen auf amazon!, tolles Cover, klingt spannend, deutscher Krimi

Das sagt der Verlag zum Buch:
Sybille und Michael sind ein glückliches Paar. Jetzt endlich erwarten sie ein Baby. Da verschwindet Michael spurlos. Sybille befindet sich mitten in einem Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt. Als ihr Mann erstochen aufgefunden wird, gibt es nur eine Verdächtige: seine Ehefrau. Die Anklage lautet auf Mord. Während Sybille vor Gericht den Ausführungen der Zeugen zuhört, zieht ihr gemeinsames Leben an ihr vorbei. Am siebenten Prozesstag erkennt Sybille plötz­lich die Wahrheit. Sie muss sie nur noch beweisen.

Meine bescheidene Meinung:
Nika Lubitschs Erstling wurde mir ausschließlich mit Superlativen angepriesen, was mich ja eigentlich schon mal argwöhnisch werden lässt. Doch ein Blick auf das Rezensionsprofil wirft die unvermeidliche eins klipp und klar: können knapp tausend 5- und 6-Sterne-Bewertungen so sehr irren? Ich sag jetzt – nachdem ich es gelesen hab‘ – ganz frech: NEIN!

Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite klar durchstrukturiert, was es für mich persönlich sehr angenehm gemacht hat zu lesen: den ersten Teil beschreiben die Prozesstage 1 bis 7, der zweite Teil widmet sich dem Leben nach dem Prozess, in dem Sybille in einer Zeitungskolumne ihre Geschichte aufschreibt. Auch jeder einzelne Prozesstag hat seinen eigenen Aufbau: 1. Prozesstag – 2. kurzer Abriss darüber, was passiert – 3. Rückblende in die Vergangenheit – 4. aktuelles Geschehen – 5. Zeitungsberichtserstattung. Besonders auf die Zeitungsartikel habe ich mich immer sehr gefreut, weil sie meist eine ganz andere Sicht auf das Geschehen schilderten.

Ich habe das Buch geradezu inhaliert. Es war tatsächlich so spannend, dass ich es von der ersten Seite an nicht mehr aus der Hand legen konnte, vor allem, weil ich wissen wollte, ob Sybille nun die Mörderin ist oder nicht und was es denn nun mit dem 7. Tag auf sich hat. Die Tatsache, dass Sybille sowohl das Geschehen im Gerichtssaal als auch ihre Geschichte in der Zeitschrift Cosmos aus der Ich-Perspektive schildert, macht das Erzählte viel intensiver und authentischer.

Ihre Charaktere hat Nika Lubitsch meisterhaft gestaltet. Der Leser lernt die Eheleute Michael und Sybille Thalheim von seinem ersten Zusammentreffen an kennen und durchlebt mit ihm die Zeit bis kurz vor dem Mord, was geschickt durch die oben erwähnten Rückblendungen erreicht wird. Hinzu kommen noch Gabi (Sybilles beste Freundin) und Uli, Michaels bester Freund, Geschäftspartner und Sybilles Verteidiger, die eine nicht unwichtige Rolle spielen. Nach den knapp 190 Seiten hatte ich als Leserin das Gefühl, zumindest die Thalheims persönlich zu kennen und gerade Sybille fand ich sehr sympathisch. Entsprechend gespannt war ich gerade im 2. Buch zu erfahren, wie sich denn nun alles wirklich zugetragen hat.

Als Leser kannst du nichts anderes tun, als mitzufiebern und wild Vermutungen anzustellen und ich kann mit ein bisschen Stolz sagen, dass meine Vermutung sich zumindest im Ansatz als richtig herausgestellt hat.

Für jeden Krimifan, der gerne mitermittelt also ein absolutes Muss-Buch, zumal die geniale End-Auflösung bis zum aller-aller-allerletzten Satz auf sich warten lässt und dann richtig reinhaut!

Für mich war dieses Buch ein absoluter Glücksgriff und darf als unbedingte Kaufempfehlung verstanden werden!

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6 Gedanken zu “[Rezension] Nika Lubitsch – Der 7. Tag

  1. Wow, das klingt ja wirklich überragend. Ich habe vorher noch nie von dem Buch gehört, aber jetzt kommt es direkt auf die Wunschliste. Ich bin sonst nicht der Krimi-Leser, aber die hinter dem Buch klingt echt gut. 🙂

  2. Das ist tatsächlich eines der wenigen Bücher, die als eBook „anfingen“ und erfolgreich waren, aber wenn du es toll fandest, werde ich es ja endlich mal lesen müssen. 😉

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