[Rezension] Eva Sternberg – Sex and the Office

5 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
Nein, sicher kein Sex and the City!; deutscher Film; gewollt, aber nicht so wirklich gekonnt, warum-müssen-Autoren-unter-Pseudonym-schreiben?; wenig Sex

Das sagt der Verlag zum Buch:
Charlotte Paul hat schon so manches Praktikum absolviert und die Nase gestrichen voll von falschen Versprechen und echten Hungerlöhnen. Nun aber scheint die Chance ihres Lebens gekommen zu sein: ein Praktikum mit Aussicht auf ein Volontariat bei einem Fernsehsender in Berlin. Manchmal hilft es, wenn man ein freches Mundwerk hat, doch wenn man den künftigen Chef angiftet, kann das fatale Folgen haben. Aber auch wenn Charlottes Lieblingsfeindin sie mit größter Lust bis auf die Knochen blamiert, lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie plant einen gekonnten Gegenschlag, denn Charlotte hat ein Ziel vor Augen: raus aus dem Praktikum und rein ins wirkliche Leben.

Meine bescheidene Meinung:
Wie fang ich bei einer Rezension eines Buches, bei dem ich mir nicht mal sicher, ob ich es nun richtig grottig oder vielleicht doch ein bisschen gar-nicht-so-schlecht finde, bitte an? Am Anfang. Okay, das könnte klappen.

Als mir der Verlag das Buch zur Rezension anbot, war ich vom Klappentext ziemlich angefixt und ich finde auch jetzt noch, dass das Buch einiges an Potential hat, welches leider nicht so ganz ausgeschöpft wurde…

Am ehesten würde ich Sex and the Office mit einem seichten Dienstag-Abend-Sat1 Film vergleichen. Gewollt lustige Handlung und Charaktere, die knappe 2 Stunden über den Bildschirm hüpfen und absurde Dinge tun wie mit fremden Menschen zu kopulieren, schnell mal irgendwo hinjetten, total tolle Freunde/Freundinnen haben und irgendwann am Ende feststellen, dass die Eltern, die schon gefühlte 100 Jahre verheiratet sind, in Wirklichkeit eine offene Beziehung führen und der Vater darüberhinaus schwul ist. Sorry, aber da kam ich mir als Leserin dann doch ein bisschen veräppelt vor.

Grotesk? -Ja. Lustig? -Ab und an. Gut gemacht? -Nicht wirklich! Warum? -Zu konsturiert und angestrengt.

Bis auf Charlotte, die ich sehr mochte, blieben die Charaktere leider die 208 Seiten über recht blass und waren – egal in welchen Schlamassel sie auch gerieten – recht schwach auf der Brust. Ein bisschen mehr Ausarbeitung in Richtung Charlottes Charakter hätte ich mir da gewünscht. Was mir sehr gut gefallen hat, war der Schreibstil Eva Sternbergs. Das Buch ließ sich sehr flüssig dahin lesen und dauerte daher ungefähr genauso lange wie der vorab erwähnte Sat1-Film.

Wie gesagt, ich mochte Charlotte sehr gerne und daher bekommt das Buch von mir auch 2 Bücherbäumchen. Weiterempfehlen kann ich Sex and the Office jedoch trotzdem nicht.

Wer sich jedoch selbst von dem Buch überzeugen möchte, der klicke für eine Leseprobe hier. Blut geleckt? Ich verschenke mein Leseexemplar sehr gerne. Einfach Nachricht an cle-o@gmx.de oder über das Kontaktformular melden.

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