[Gastrezension] Holly-Jane Rahlens – Everlasting: Der Mann, der aus der Zeit fiel

5 Dinge, die Sarah spontan zum Buch einfallen:
Zukunft, Science-Fiction, Gefühlskalte Welt, Schleppender Anfang, True Copy

Das sagt der Verlag zum Buch:
Man schreibt das Jahr 2264.

Gefühle sind unerwünscht, die Liebe ist ausgestorben. Die Geburtenrate ist gefährlich gesunken. Der junge Historiker und Sprachwissenschaftler Finn Nordstrom, Spezialist für die inzwischen tote Sprache Deutsch, erhält den Auftrag, die 250 Jahre alten Tagebücher eines jungen Mädchens aus dem Berlin des 21. Jahrhunderts zu übersetzen. Öde, findet er. Und albern. Doch dann ist er zunehmend fasziniert von dem Mädchen, das quasi vor seinen Augen erwachsen wird.

Schließlich soll Finn in einem Virtual-Reality-Spiel in der Zeit zurückreisen, um das Mädchen zu treffen. Ohne es zu wissen, wird er damit zum Versuchskaninchen der Spieleentwickler. Warum schicken sie ausgerechnet ihn, den Fachmann für tote Sprachen, in die Zeit kurz vor Ausbruch der Großen Epidemie? Und was ist das für ein sonderbares Gefühl, das ihn überkommt, wenn er der jungen Frau begegnet?

Bald muss Finn sich entscheiden – für die Liebe oder für die Zukunft…

Sarahs bescheidene Meinung:

Das Buch selbst klang sehr interessant. Eine Mischung aus Dystopie und Sciene-Fiction-Roman…könnte man denken. Ist es aber nicht.

Zur Welt im Jahr 2264 lässt sich sagen, dass die ganze Welt ein einziger Staat geworden ist und man mal eben zum Mittagessen von Berlin in die Isländische Hauptstadt Reykjavík jettet und die Nacht in München sich um die Ohren schlägt. Niemand schreibt mehr per Hand sondern liest, arbeitet und kommuniziert größtenteils über einen Computerchip. Findet man keinen Partner, kein Problem! Mit Ende zwanzig kann man einen idealen biologisch-genetisch passenden beantragen. Rundum eine auf den ersten Blick ideale Welt, auf den Zweiten jedoch schrecklich schauderlich in meinen Augen.

Finn, die Hauptperson und Erzähler, stammt aus Fire Island, New York und ist ein Junghistoriker für das 20. und 21. Jahrhundert. Zu Anfang ist es seine Aufgabe Jahresberichte der deutschen Bank zu übersetzen, dann jedoch wird das Tagebuch eines dreizehnjährigen Mädchens gefunden und er mit der Übersetzung betraut. Schnell ist er gefesselt von ihrer Welt und lässt sich sogar eine True Copy, also eine Nachfertigung, ihres Parfums machen, welches sie so sehr liebt. Bald darauf tritt eine Universität an ihn heran. Er soll ein Reality-Game testen, was genau in der Zeit spielt in der das Mädchen gelebt hat. Doch bald stellt Finn fest, dass es kein Spiel sondern eine Zeitreise ist.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, immerhin hab ich schon eine ganze Menge erzählt. Der Schreibstil ist am Anfang doch sehr gewöhnungsbedürftig, da man in der Zukunft auch das Personalpronomen Ich abgeschafft hat. So sagt Finn oft „Dieser Historiker“ oder „Dieser Mann“ anstatt ich, was den Lesefluss erheblich behindert. Als er jedoch später, durch die Zeitreisen geprägt anfängt doch das Ich zu verwenden, empfand ich es als erheblich einfacher zu lesen.

Ebenfalls war es schwierig in die Geschichte zu finden, da einem Anfangs zu wenig von den vergangenen Geschehnissen bekannt ist um alles zu verstehen, was eigentlich gerade passiert. Das Ende jedoch hat das Ruder für mich nochmal rumgerissen, da ich es so nicht erwartet hätte, was passieren würde beziehungsweise, was es mit dem Buch auf sich hat.

Daher würde ich dem Buch 2,5 von 5 Sternen geben, weil ich es erst abbrechen wollte, das Ende jedoch sehr schön fand.

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Danke, liebe Sarah für die Gastrezension! Wer mehr von Sarah lesen möchte, muss einfach nur hier klicken!


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