[Rezension] Britta Sabbag – Pinguinwetter

5 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
tolles Cover, Frauenromanchen, supersympathische und äußerst lustige Autorin (ich liebe ihre Statusmeldungen bei Facebook!), interessanter Titel, der Humor erinnert mich an Kerstin Gier

So beschreibt der Verlag das Buch:
Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, endlich in den Hafen der Ehe einzuschiffen – allerdings nicht mit ihr. Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa! Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los…

Meine bescheidene Meinung:
Wie oben bereits erwähnt, habe ich Britta Sabbag schon eine gefühlte Ewigkeit in meiner Facebook-„Freundesliste“ und muss gestehen, ich war eigentlich die ganze Zeit davon ausgegangen, dass sie schon längst Bücher veröffentlicht hat. Eines schönen Abends hab‘ ich dann mal bei amazon nachgeschaut und gesehen, dass Pinguinwetter – Brittas Erstling – erst noch erscheinen sollte.

Ich mag ihre Art zu schreiben und ihre Statusmeldungen bei Facebook bringen mich eigentlich immer zum Lächeln, nicht selten auch zum Lachen. Entsprechend gespannt war ich also auf Pinguinwetter und ich muss leider sagen, dass es meine Erwartungen leider fast gar nicht erfüllen konnte. Grund: ich mochte Charlotte – die Protagonistin – einfach nicht. Ich habe das Buch nach den ersten Kapiteln absichtlich mal ein paar Tage liegen lassen und was anderes gelesen, aber das hat meine Meinung leider nicht geändert. Ich fand Charlotte chaotisch, nervig, naiv, stellenweise einfach nur dumm und sie hatte – in meinen Augen – absolut nichts Liebenswürdiges an sich, so dass ich ihr den Rest irgendwie hätte verzeihen können. Nun bin ich ja auch eine Anfangdreißigerin und von Identifikation der Protagonistin mit meiner Wenigkeit oder Mädels in meinem Freundes- und Bekanntenkreis (Gott bewahre!) keien Spur – muss ja auch nicht (macht es aber meist leichter, das ein oder andere zu verstehen).

Leider ging es mir mit den restlichen Charakteren im Buch in Sachen Sympathie nicht wirklich anders: Trine, die ihrem Namen alle Ehre macht: schrecklich! Extrem entspannt bis gelangweilt-gleichgültig, trantütig. Ihr Sohn, Finn, ein Balg von einem Kind, ihr Mann hat nix zu melden und Kind 2 ist auch schon unterwegs. Da ist nichts Lustiges dran, das ist einfach nur grotesk! Mona, Charlys andere Freundin, die Filzqueen, die irgendwie auch nur mit sich beschäftigt zu sein scheint: sehr unsympathisch. Nee, solche Freundinnen wünsche ich keinem!

Bei so mancher absurder Situation musste ich zwar den Kopf schütteln, aber wer auf Brittas Homepage mal unter Real Life klickt, den wundert gar nichts mehr, von daher gesehen geh ich da bei vielem schon von Einflussnahme persönlicher Erfahrungen aus.

Was mir sehr gut gefallen hat – und zwar das ganze Buch hindurch – ist Brittas Schreibstil. Frech, spritzig, spitz, (selbst)ironisch und einfach nur lustig (hatte ein bisschen was von der von mir sehr geschätzten Kerstin Gier) – das traf meinen Humor absolut und hat mich dann auch letzten Endes dazu gebracht, das Buch zu Ende zu lesen (wer mich kennt, weiß, dass das schon was heißen mag, denn eigentlich mache ich mich da nicht lange ‚rum – das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher!).

Das pinke Cover und das Pinguin-Daumenkino machen das Buch definitiv zu einem kleinen Schmuckstück.

Schade, liebe Britta, ich hätte zu gerne eine weitere IchBinTotalBegeistert-Rezension verfasst, aber dat Charlotte und ich – wir kommen da leider nicht zusammen 😦

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Quelle: luebbe.de


5 Gedanken zu “[Rezension] Britta Sabbag – Pinguinwetter

  1. Ich lese deine Rezensionen ja besonders gern, wenn du nicht begeistert bist… 😉
    Die Geschichte klingt eher nicht beeindruckend, aber der Schreibstil könnte mich auch interessieren, zumal ich gerade ziemlich gelacht habe, als ich die „Real Life“-Texte der Autorin auf ihrer Homepage gelesen habe…

  2. Ich habe schon viel Gutes von dem Buch gehört, da ist auch mal sehr interessant eine kritische Stimme zu lesen 🙂
    Dieses Buch liegt auch noch auf dem SuB, da bin ich ja jetzt mal gespannt was mich erwartet 🙂

  3. Och Meeeeensch, dieses Buch ging mir schon sooo oft bei Verlosungen durch die Lappen! – Naja, da ich mir immer gerne selbst eine Meinung zu Büchern bilde, bleibt es dennoch auf meiner im Kopf abgespeicherten Wunschliste. Schade, dass Dir das Buch nicht gefiel und Spaaaannnung, ob dieses Buch mir irgendwann doch noch zuwatschelt, von woher auch immer.

    Wünsche Dir einen guten Rutsch, LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

    1. wie wär’s denn einfach mit kaufen? 🙂

      Wie schauts eigentlich mit dem Tauschen aus? Hattest du da nicht an dem ein oder anderen Buch Interesse?

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