[Rezension] Mara Ferr – 41 Rue Loubert

5 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
einfach, genial, dieser, französische, Krimi

Zum Inhalt:
Louise wird im Dezember sechzig. Sie hat sich auf ihren Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand sorgfältig vorbereitet und kann es kaum erwarten, ihr arbeitsreiches Leben hinter sich zu lassen. Louise ist Hure. Ihre genialen Zukunftspläne drohen zu scheitern, als sie ins Visier von Marcel gerät, der die Ermittlungen in achtzehn Fällen vermisster Männer der ehrenwerten Pariser Gesellschaft leitet. Marcel ist von Louises Schuld überzeugt und setzt alles daran, ihren Schutzwall aus Intelligenz und Gelassenheit zu durchbrechen.

Meine bescheidene Meinung:
Kurz vor dem 23. April diesen Jahres – seines Zeichens Welttag des Buches – bekam ich von Mara Ferr die Anfrage, ob sie mir zum Ehrentag des Buches ihren Kriminal-Roman 41 Rue Loubert schicken dürfe. Nachdem ich den Klappentext und die mehr als eindeutigen Rezensionen überflogen hatte, schickte ich Mara eine E-Mail mit meiner Adresse.

Eins vorweg: es ist eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe und ich bin immer noch schockiert, dass dieses Buch in Eigenregie rausgebracht wurde, bzw. immer noch wird, denn ich bin mir mehr als sicher, dass es sich richtig gut verkaufen würde und eingefleischte Krimi Fans ihre wahre Freude an Louise und ihren Männern hätten.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was ich sehr mag, da ich es unheimlich interessant finde zu erfahren, wie mehrere Personen, die an einem Geschehen teilhaben, dieses erleben und was sie darüber berichten. Mara Ferr schafft es perfekt, ein äußerst detailliertes Psychogramm mit einem Kriminalfall zu verbinden, bei dem man eigentlich denkt, man wüsste schon was und wie und trotzdem immer wieder überrascht wird (so ging es zumindest mir).Ich habe selten Personen so sehr vor Augen gehabt wie bei der Rue Loubert beschrieben. Nicht nur äußerlich – auch von ihrem Charakter und Wesen konnte ich mir ein richtig gutes Bild machen.

Ich weiß nicht so recht, wie ich es beschreiben soll, aber ich konnte mich richtiggehend in die Personen hineinversetzen und entsprechend ihre Aktionen und Reaktionen nachvollziehen. Louise hat mich als Protagonistin sehr beeindruckt: sie ist genau das, was man sich unter einer Lady vorstellt: Louise beweist in jeder (und damit meine ich JEDER!) Lebenslage Stil, Contenance, Intelligenz und vor allen Dingen einen kühlen Kopf.

Die Story an sich hat mit 256 Seiten die perfekte Länge für einen Krimi. Mara Ferr schreibt in einer klar strukturierten und gut verständlichen Sprache: die Sätze sind kurz und knackig gehalten. Entsprechend liest sich das Buch weg wie nix und nicht selten endet ein Kapitel mit einem Mini Cliffhanger und man liest gespannt, bis endlich das nächste Kapitel, das ebendiesen auflöst, kommt.

Ein klasse Krimi mit tollen Charakteren, einer mörderisch spannenden Handlung umgeben von einer äußerst lebensechten Atmosphäre. Mir fällt eigentlich nur eins ein: Mara, bitte mehr davon!!!

PS: für alle Ebook-Leser: das Buch gibt es auch ganze 4 Euro fuffzich günstiger in der Kindle Edition!


2 Gedanken zu “[Rezension] Mara Ferr – 41 Rue Loubert

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