[Rezension] Gabriella Engelmann – Eine Villa zum Verlieben

5 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
Hamburg, Liebe, Romantik, wenn-ich-groß-bin,hab-ich-auch-so-ne-Villa!, Freundschaft

Zum Inhalt:
Stella, Leonie und Nina haben kaum Gemeinsamkeiten – bis auf ihre Leidenschaft für eine alte Stadtvilla im Herzen Hamburgs, in die der Zufall sie zusammenführt. Jede von ihnen hat ihren eigenen Traum: Stella will Karriere machen, Leonie wünscht sich eine Familie, und Nina möchte nach einer großen Enttäuschung endlich wieder glücklich sein. Doch das Leben geht manchmal andere Wege als erwartet. Wie gut, wenn man in solchen Momenten Freundinnen hat…

Meine bescheidene Meinung:
Es gibt ja solche Phasen, wo man gefühlte 3 Quadrillionen Bücher anfängt, aber an keinem so wirklich „hängen“ bleibt. Das war bei mir Ende des Jahres auch der Fall und Eine Villa zum Verlieben schaffte es Gott sei Dank, dieses literarische Herumirren zu beenden und hat mir dazu noch sehr vergnügliche Lesestunden beschert. Mission erfolgreich abgeschlossen!

Zur Abwechslung handelt dieser Roman mal nicht von liebeskranken, extrem genervten und gestressten Mit-End-Zwanzigern, sondern von den Damen, die mitten im Leben stehen, die schon fast alles erlebt haben, denen keiner mehr was vormachen kann. Na ja, so ähnlich halt… ;).

Ich habe in diesem Buch 3 Frauen kennengelernt, wie sie verschiedener nicht hätten sein können: die Erste ist karrieregeil und zu Anfang unausstehlich (Stella), die Zweite ist unglücklich im Job und will unbedingt Familie (Leonie) und die Dritte, Nina, die war mir von dem Villen-Trio am weitesten weg entfernt. Sie war mir nicht wirklich zuwider, aber ich konnte für sie irgendwie auch keine rechte Sympathie für sie aufbringen… sie kam auf mich im Gegensatz zu den beiden anderen recht unweiblich und seltsam rüber – sehr schwierig, das zu erklären.

Das Buch ist, um es kurz zu sagen, eine richtige Wohltat und zum Abschalten vom öden Alltag genau das Richtige. Gabriella Engelmann hat die Atmosphäre in und um die Villa im schönen Hamburg perfekt eingefangen. Das Kopfkino lief die ganze Zeit auf Hochtouren, vor allen Dingen, was die Protagonistinnen anging, mit denen frau emotional einmal von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt durchleben konnte. Jede der drei Ladies hat wie gesagt ihr eigenes Päckchen zu tragen und bleibt vor dem ein oder anderen Schicksalsschlag nicht gefeit. Und auch hier zeigt sich wieder, dass man mit tollen Freundinnen fast jedes Problem in den Griff bekommt, und sei es nur, dass frau ein offenes Ohr oder eine Schulter zum Anlehnen braucht.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, vor allem, weil er nicht die Lösungen, respektive das Ende parat hat, das frau sich vielleicht gedacht/gewünscht/erhofft hätte, was ich sehr erfrischend fand. Wie gesagt, Nina und ihr ewig-und-drei-Tage andauerndes E-Mail Geplänkel mit einem Kunden hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht, aber da hab ich dann auch drüber gelesen (sorry, Gabriella!).

Ansonsten ein toller Frauen-Roman, der sich definitiv von der Masse abhebt, weil er sowohl erzähl- als auch protagonistinnen-technisch nicht das gängige Klischee bedient und mich sehr gut unterhalten hat! Steht super für sich alleine, allerdings würde ich mich (wie vieeeele andere Leserinnen auch!) sehr über ein Wiedersehen mit den 3 Mädels freuen!


2 Gedanken zu “[Rezension] Gabriella Engelmann – Eine Villa zum Verlieben

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