[Rezension] Michele Jaffe – Wer schön sein will, muss sterben

5 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
Psycho, Spannung, Oh-Gott-Sowas-Spannendes-hab-ich-ja-schon-ewig-nimmer-gelesen!, Zicken, Nichts-ist-wie-es-scheint

Zum Inhalt:
In der einen Minute gehörst du zu den beliebtesten Mädchen deiner Schule, bist mit dem heissesten Typen der Stadt zusammen und tanzt auf der coolsten Party des Jahres – in der anderen liegst du halbtot in einem dornigen Rosenstrauch. Du wachst auf und kannst dich an nichts erinnern.

So geht es der 16-jährigen Jane, die nach einem Unfall mit Fahrerflucht im Krankenhaus wach wird. Doch während der zahlreichen Besuche von Familie und Freunden kommt die grausame Erinnerung wieder – Stück für Stück. Jemand wollte sie töten – aber wer? Als wir ankamen, war die Party eine pulsierende Masse bunter, tanzender Körper, die sich teilte wie das Meer, als wir sie erreichten. Dabei schienen alle gleichzeitig aufzuatmen, als hätten sie auf uns gewartet. Kate, Langley und ich tanzten uns quer durch den Raum.

„Ich erinnere mich genau an diesen Moment: Langley mit ihren hellblonden Haaren, Kate mit ihren honigbraunen und ich mit meinen rabenschwarzen. Ja, wie drei Märchenprinzessinnen. Ich dachte, das wäre mein Leben. Wie in einer Make-up-Werbung. Und es war perfekt. Nur fünfeinhalb Stunden später werde ich halbtot in einem Rosenstrauch liegen“

Meine bescheidene Meinung:
Schon alleine der Titel und der Klappentext haben mich neugierig auf das Buch gemacht und ich kann bestätigen, dass der Inhalt mich in keinster Weise enttäuscht hat. Ich war ab der ersten Seite in der Geschichte gefangen und wenn nicht wirklich Wichtiges dazwischen kommt (was bei mir leider allzu oft der Fall war), hat man das Buch eigentlich in einem Rutsch weggelesen, denn ES. LÄSST. DICH. NICHT. MEHR. LOS!

Und dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich: zum einen sind es die verschiedenen Charaktere. Im Laufe des Buches lernen wir Janes Familie, Bekannte und Freunde sehr gut kennen und den, die, das Mörder, Mörderin, Mörder Plural, Mörderinnen, leider noch besser als mir lieb war. Nach und nach kann sich der Leser sein eigenes kleines Psychogramm von jedem der Beteiligten machen und ganz salopp ausgedrückt kann man schon sagen Einen an der Klatsche ham se wohl alle miteinander! Ich fand es sehr interessant und mir hat es sehr gefallen, dass man so viel über die Leute, mit denen Jane vor und nach ihrem Unfall zu tun hat/hatte und Janes Meinung und Beziehungen erfährt. Die Schilderung der einzelnen Personen und ihre Beziehungen zueinander fand ich äußerst authentisch und jugendentsprechend.

Bei Wer schön sein will muss sterben handelt es sich um einen Thriller mit recht leisen Tönen, die – vielleicht gerade deswegen – sehr eindringlich sind. Die Gefahr ist in manchen Situationen lediglich unterschwellig zu spüren, in anderen jedoch absolut präsent. Durch die Erzählperspektive des Opfers Jane ist der Leser entsprechend sehr nah am Geschehen dran und fiebert mit der Protagonistin, dass der, die, das Mörder, Mörderin, Mörder Plural, Mörderinnen, endlich gefasst wird.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Rückblenden in Janes Vergangenheit und ihre – zum Schluss immer konkreter werdenden Rückblenden zum Abend des ‚Anschlags‘, die sehr an einen Film erinnern, so dass das Kopfkino immer auf Hochtouren lief. Insgesamt finde ich, dass das Buch guten Stoff für einen Film hergeben würde.

Auch das Ende war für mich einfach perfekt, da ich weder auf den, die, das Mörder, Mörderin, Mörder Plural, Mörderinnen gekommen wäre und somit der Überraschungseffekt riesig war. Auch das Raten bis zum Countdown hat so viel Spaß gemacht, dass ich gerne mehr in die Richtung lesen möchte. Wer also einen Tipp für mich hat – immer her damit!

Im Bereich Krimi/Thriller ist Wer schön sein will, muss sterben für mich defintiv ein Anwärter zum Buch des Jahres, Begeisterung auf der ganzen Linie und damit


3 Gedanken zu “[Rezension] Michele Jaffe – Wer schön sein will, muss sterben

  1. Schöne Rezi 🙂 Ganz sooo begeistert war ich nicht, aber ja, es ist schon ein tolles Buch 🙂 Aber der englische Titel sagt mir einfach mehr zu, der bringts auf den Punkt: Rosebush

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