[Rezension] Ritta Jacobsson – Todeswald, Ein Svea Andersson Krimi

5 Dinge, die mir spontan zum Buch einfallen:
Schweden, Krimi, Seitengeraschel (dort wurde das Buch auch besprochen), den-Verlag-kenn-ich-ja-noch-gar-nicht, klingt spannend

Zum Inhalt:
Als der Wagen langsam neben ihr herfuhr, liefen ihr kalte Schauer über den Rücken. Sie dachte an die ewigen Reden ihrer Mutter über Mädchen, die in Autos gezerrt worden waren, und musste den Impuls bekämpfen, voller Panik davonzurennen. Vorsichtig schielte sie rüber. Nur eine einzelne Person am Steuer. Das Gesicht konnte sie nicht erkennen, aber sie hatte das unangenehme Gefühl, dass jemand sie ansah. Das Seitenfenster wurde runtergelassen. „Soll ich dich mitnehmen?“ An einem kalten Novemberabend verschwindet Sveas Freundin Mikaela spurlos. Einige Tage später findet man das Mädchen tot im Wald. Als Svea unfreiwillig in die Ermittlungen hineingezogen wird, ist sie schon bald in ein Netz aus Lügen, Indizien und gefährlichen Intrigen verstrickt. Sie beginnt zu ahnen, dass sie den Täter kennt. Und der hat verstanden, dass sie schon zuviel weiß…

Meine bescheidene Meinung:
Eine Besprechung des Buches habe ich – wie oben schon gesagt – bei Mareike von Seitengeraschel (übrigens immer einen Klick hin wert!) gelesen und war sofort angefixt und siehe da – das Buch konnte auf ganzer Linie meine Erwartungen erfüllen.

Svea Andersson, die Protagonistin der Jungend-Krimi-Thriller Reihe, lebt mit ihren Eltern und der Dalmatiner Dame Wuff in einem beschaulichen Örtchen unweit von Stockholm entfernt. Sie scheint ein recht behütetes Leben zu führen, auch wenn mir Svea sehr oft leid tat, da sie mir von ihren Eltern schon des öfteren ziemlich vernachlässigt erscheint: Der Vater ist Vertreter und die ganze Woche unterwegs, Mutter ist Künstlerin und scheint nicht immer an der Tochter interessiert. Umso besser, dass Svea die gute Wuff hat, was schon ein bisschen an Tim & Struppi erinnern lässt.

Die Charaktere im Roman sind toll gezeichnet und durchaus authentisch. Ich war zuerst skeptisch, als ich las, dass Jacobsson Svea im „Jugendslang“ sprechen lässt. Aber ich muss zugeben, dass es wirklich gut und in keinster Weise wie gewollt und nicht gekonnt rüberkommt. Auch die restlichen Figuren wie Sveas Eltern, ihr Freund Linus und die Nachbarn, die zwangsläufig bei so einem Geschehen eine Rolle spielen, wirkten auf mich sehr lebendig und alltagstauglich.

Neben der eigentlichen Handlung (dem Verschwinden von Sveas Klassenkameradin Mikaela) sehen wir einer jungen 14jährigen beim Erwachsenwerden mit all seinen Tücken und Schlechtigkeiten zu, was einen schon ein bisschen wieder in die eigene Jugend zurückversetzt (jedoch nicht im melancholischen Sinn! 😉 ).

Den Kriminalfall und Sveas Detektivarbeit fand ich toll konstruiert – absolut jugendgerecht und trotzdem überaus spannend. Frau rätselt die ganze Zeit mit. Verdächtigt und verwirft und ist im Nachhinein doch ziemlich überrascht, da sie nicht auf diese Person gekommen wäre. Also alles, was einen guten Krimi ausmacht. Toll fand ich auch, dass das Buch in sehr viele kleine Kapitel aufgeteilt war, was dem Lesen mir persönlich eine rasantere Note gegeben hat; zumindest hatte ich dieses Gefühl und das Buch war im Handumdrehen ausgelesen.

Ich freue mich jedenfalls auf den nächsten Teil Gefährliches Schweigen: Svea Andersson Krimi und vergebe – in der Hoffnung, dass die Nachfolger den Erstling vielleicht noch toppen können


Ein Gedanke zu “[Rezension] Ritta Jacobsson – Todeswald, Ein Svea Andersson Krimi

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s