[Leserunde] Kader Abdolah – Mohammad, der Prophet

Ab heute startet hier die Leserunde zum oben genannten Buch. Bis jetzt sind es Denise Amal und ich. Mitleser sind selbstverständlich jederzeit eingeladen, mitzumachen ;).

Viele Grüße und wassalam
Cleo


4 Gedanken zu “[Leserunde] Kader Abdolah – Mohammad, der Prophet

  1. „Obwohl die Geschichten und Ereignisse in „Mohammed, der Prophet“ auf historischen Tatsachen beruhen, dürfen sie nach den Gesetzen der Literatur gelesen werden.“ Na dann mal los. Nach den ersten 100 Seiten bin ich mir noch nicht so sicher, ob ich das Buch leiden kann oder nicht. Ein Pluspunkt ist auf jeden Fall die sehr menschliche Darstellung des Propheten Mohammed s.a.s., die mich den Mann hinter der glorifizierten Darstellung anderer Autoren besser verstehen lässt. Man kann sich sehr gut vorstellen, was für ein Mensch Mohammed s.a.s. war. Einen Abzug gebe ich bis jetzt auf die doch sehr einfache und auf mich teilweise abgehackt wirkende Sprache des Autors. Eine richtige Geschichte hat sich bisher noch nicht hervorgetan, ich hoffe die einzelnen Kapitel werden auf den nächsten Seiten zusammenwachsen und werden sich flüssiger lesen lassen. Ich lasse mich überraschen.

    1. Also ich find’s ganz gut und das, gerade weil es sich so schön flüssig liest. Mir ging es mit der menschlichen Darstellung genauso wie Dir: mir gefällt es unheimlich gut, dass Mohammed saws auch fehlbar dargestellt wird, weil er nun mal das ist, was er ist: ein Mensch. Dass es beispielsweise in seiner Ehe mit Khadija ra Probleme gab, war mir bisher unbekannt.

      Ich bin noch nicht sonderlich weit, sehr beeindruckt hat mich jedoch die Beschreibung nach Mohammads saws Streben nach der „Erleuchtung“ und die damit leider vorerst einhergehende Enttäuschung. Hoffe, dass ich vielleicht heute, spätestens morgen a bissl weiter komme…

      1. Heute habe ich 66 weitere Seiten gelesen und finde das Buch doch immer schöner. Am Ende von Kapitel 34 war ich den Tränen nahe – die letzten beiden Seiten sind so schön geschrieben. Ich fiebere geradezu mit dem Propheten s.a.s. mit und freue mich über jeden kleinen Sieg.

        Mir gefällt auch, dass auch seine Kritiker in diesem Buch zu Wort kommen. So bekommt man einen ganzheitlichen Überblick über die Reaktionen, die Mohammed s.a.s. in den Menschen zu jener ausgelöst hat (und noch heute auslöst). Auch wenn mir die Kommentare als Muslimin nicht gefallen, so ist es doch notwendig eine Sache immer aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Ich finde dieses Buch kann die verschiedenen Eindrücke und Denkweisen bisher sehr gut vermitteln.

        Ich freue mich aufs Weiterlesen und weiß leider nicht, ob am Freitag in der Lesenacht noch Seiten übrig sind 😉

    2. Oh weh…Ich habe noch weiter gelesen und bin jetzt traurig. Der Mohammed s.a.s. wie er vom Autor in der medinesischen Zeit gezeichnet wird, gefällt mir gaaar nicht. Leider kann ich nun nicht widersprechen und sagen „So war der Prophet gar nicht!“ aber es fällt mir im Moment schwer, diese Seite von ihm zu mögen.

      Ich muss hier leider eine Verbesserung anbringen. Wer noch nicht bis zum Kapitel „Eine Frau für Zayd“ gekommen ist, sollte hier nicht weiterlesen….

      In diesem Kapitel wird die Beziehung zwischen Mohammed s.a.s. und der Frau von Zayd so dargestellt, als habe Mohammed s.a.s. Zayd hintergangen, indem er ihm quasi seine Frau „ausspannte“, weil er sie nackt gesehen hatte und ihren Körper besitzen wollte. Tatsächlich war es so, dass Zayd mit Mohammeds Cousine Saynab bint Dshasch verheiratet war. Mohammed s.a.s. selbst hatte die beiden verheiratet, um den Menschen ein Vorbild für Hochzeiten zwischen verschiedenen Ständen zu geben (Saynab kam aus gutem Hause, Zayd war ein befreiter Sklavenjunge). Saynab aber kam nicht darüber hinweg, dass ihr Ehemann ein Mann von niedrigem Stand war und behandelte ihn deshalb schlecht und hochnäsig. Daher wollte sich Zayd von ihr trennen. Mohammed wollte dies verhindern, obwohl er selbst große Zuneigung für Saynab empfand. Zayd aber ließ sich trotzdem scheiden. Mohammed wollte Saynab daraufhin heiraten, nur war es damals nicht erlaubt die geschiedene Frau des eigenen Sohnes zu heiraten. Daraufhin offenbarte Allah t.a. Mohammed s.a.s. im Koran, dass er Saynab heiraten sollte. Daher hat die Ehe zwischen Saynab r.a. und Mohammed s.a.s. einen besonderen Stellenwert in der Geschichte, weil sie die einzige Heirat war, die Allah t.a. explizit gefordert hat.

      *Klugscheißermodus off*

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