[Rezension] Lian Tanner – Goldie Cox: Das Museum der Diebe

Wie das Buch den Weg zu mir gefunden hat:
Hierbei handelte es sich um eine Empfehlung von Judith Blümcke vom Arena Verlag. Obwohl das Buch schon im Sommer erschienen ist, scheint es noch gänzlich unbekannt zu sein; weder bei Amazon noch in den einschlägigen Foren konnte ich eine Rezension finden. Entsprechend war ich umso gespannter, was sich hinter dem Museum der Diebe verbirgt.

Zum Inhalt:
Goldie wächst in einer Stadt auf, in der jedes Kind zu seinem eigenen Schutz an einen Wächter gebunden ist. Doch Goldie gelingt die Flucht und sie landet auf ihrem Irrweg durch die Stadt im Museum der Diebe. Dort leben Außenseiter und Gegner der Wächter, die Goldie zeigen, dass es sich lohnt, mutig zu sein. Doch das Museum birgt ein Geheimnis, das zur Gefahr für alle Bewohner von Jewel werden kann.

Meine bescheidene Meinung:
Als Erstes ist mir das tolle Cover aufgefallen. Ich mag diese Hardcover ohne Schutzumschlag sehr gerne und dieser ist vom Design auch was ganz besonderes. Keine Ahnung, wie man das nennt, aber es hat so den Stil mit einer Prägung, also das Cover ist jetzt nicht eben, sondern hat an gewissen Stellen eben so Erhöhungen und Vertiefungen – ach, Ihr wisst schon, was ich meine ;).

Nun aber zur Story: wie ich mittlerweile erfahren habe, ist auch dieses Buch (mal wieder) der Auftakt einer – ÜBERRASCHUUUUUUUUNG – Trilogie und dies wird gerade am Ende besonders deutlich. Die Geschichte an sich ist wirklich spannend; die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und auch richtig authentisch. Die Netten mag man, die Bösen hasst man – so wie es sich gehört ;). Der Gedanke, dass Kinder bis zu ihrer Volljährigkeit (15 Jahre) in Ketten leben (auch Nachts zu Hause ans Bett gekettet), ist schon ziemlich befremdlich und umso mehr versteht der Leser die Hauptprotagonistin Goldie, die gegen das System aufbegehrt und frei  sein möchte (und dies in jeglicher Hinsicht). Bei ihrer Flucht trifft sie auf das Museum der Diebe, in dem weitere Menschen leben, die der Lebensart in Jewel entsagt und unabhängig leben wollen.

Die Sprache ist flüssig und dadurch, dass auch immer was passiert, entwickelte sich das Buch zu einem absoluten Pageturner – langweilig wurde es eigentlich nie, auch wenn mich die ein oder andere Szene jetzt nicht unbedingt umgehauen hat.

Die Hauptwerte, die meines Erachtens vermittelt werden sollen, sind Loyalität, Freundschaft und für seine Ziele einzustehen und ich finde, das ist auch gut gelungen: Goldie und die Wächter stellen sich jeder Widrigkeit, das Museum und ihre Freunde zu beschützen und schaffen somit etwas ganz Großes (was ich natürlich nicht verraten werde 😉 ). Ich freue mich schon auf den 2. Teil, der zumindest auf Englisch im kommenden September erscheint und bin froh, so ein kleines Schätzchen Young Adult Literatur für mich gefunden zu haben.

Summa sumarum eine gute Mischung aus Utopia, Jugend- und Abenteuer-Roman für Jung und Alt.


4 Gedanken zu “[Rezension] Lian Tanner – Goldie Cox: Das Museum der Diebe

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