[Rezension] Wulf Dorn – Kalte Stille [Hörbuch]

Wie das Hörbuch den Weg zu mir gefunden hat:
Dieses Hörbuch habe ich der lieben Sevda zu verdanken, vielen Dank nochmals an dieser Stelle! 😉

Zum Inhalt:
Wenn die Stille zum Alptraum wird … Eine Tonbandaufzeichnung, die in abrupter Stille endet – unerträglicher Stille. Mehr ist Jan Forstner von seinem kleinen Bruder nicht geblieben. Vor dreiundzwanzig Jahren ist Sven spurlos verschwunden. In derselben Nacht verunglückte auch sein Vater unter rätselhaften Umständen. Beide Fälle konnten nie aufgeklärt werden. Als Jan gezwungen ist, an den Ort seiner Kindheit zurückzukehren, holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Ein mysteriöser Selbstmord führt ihn zu einem schrecklichen Geheimnis.

Meine bescheidene Meinung:
Bereits kurz nach der Veröffentlichung hatte ich schon so viel Gutes von diesem Buch gehört, dass ich schon ziemlich neugierig war und habe mich dann auch unheimlich über Sevdas Aufmerksamkeit gefreut. Das erste WOW!, das mir entfuhr, war die Stimme des Lesers David Nathan. Ebenso wie Simon Jäger bei den Fitzek-Thrillern und Johannes Steck bei den David Hunter-Büchern von Simon Beckett, versteht sich Nathan bestens darauf, die nötige Spannung beim Lesen rüberzubringen. Das Einzige, was mich beim Lesen ziemlich genervt hat, war, dass er den Hauptprotagonisten „Jan“ immer „Jaaaaan“ ausspricht. Anscheinend tut man das in machen Regionen Deutschlands wohl, in meinen Ohren klingt es allerdings ein bisschen seltsam. Daran hatte ich mich zwar bis Ende des Hörbuchs nicht gewöhnt, aber so richtig-richtig gestört hat’s jetzt auch nicht.

Nun zur Handlung: die Geschichte um Jans jüngeren Bruder Sven, der spurlos verschwand und sein Vater, der in der gleichen Nacht verunglückte ist mindestens genauso spannend wie die Geschichte, die in der Gegenwart spielt:  eine junge Frau springt von einer Brücke und stribt kurz darauf. Mit der Zeit kristallisiert sich heraus, dass die Geschehnisse von damals mit denen von heute in Verbindung stehen und Jan sieht sich wieder mit den Dämonen seiner Vergangenheit konfrontiert. Die Figuren waren sehr authentisch und haben sehr gut ins Gefüge gepasst. Ich habe jede einzelne Minute mitgefiebert, mitermittelt, Verdächtige gehabt und wieder verworfen; aber auf den letztendlichen Täter bin ich nicht gekommen. Leider hat mir das Ende auch nicht so richtig gefallen, die Auflösung schien mir ein bisschen an den Haaren herbeigezogen, wenn auch nicht gänzlich unrealistisch, wofür ich ein Bäumchen abziehe.  Ein Thriller, den ich vorbehaltlos weiterempfehlen kann, nicht zuletzt wegen dem genialen Vorleser David Nathan.

 

 

 

 


2 Gedanken zu “[Rezension] Wulf Dorn – Kalte Stille [Hörbuch]

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