[Rezension] Sergej Lukianenko – Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel

Wie das Buch den Weg zu mir gefunden hat:
Die Wächter-Reihe von Lukianenko habe ich nach der 1. Geschichte des 1. Bandes abgebrochen. Ich hab mich regelrecht zum Lesen zwingen müssen und es dann irgendwann mal sein lassen. Zugegebenermaßen hab‘ ich den Trix nach ein paar Seiten auch erst mal beiseite gelegt, weil mich die Geschichte an sich schon interessiert hat, mir aber der Schreibstil irgendwie nicht so wirklich zugesagt hat – normalerweise belasse ich es dabei auch und die Chance, dass ich das Buch nochmal in die Hand nehme, ist recht gering. Aber hier hat die Geschichte um den Sohn des Co-Herzogs Solier mich einfach zu sehr interessiert, so dass ich dem Buch – zum Glück! – nochmal eine Chance gegeben habe. 

Zum Inhalt:
Trix, Erbe des Herzogtums Solier, wird Opfer eines gemeinen Putschs. Trix schwört Rache. Bloß wie? Die wilde Welt jenseits der Schlossmauern ist nichts für zarte Jünglinge. Grässliche Untote, verwirrte Feen und minderbemittelte Minotauren machen Trix das Leben schwer. Aber dann entdeckt er ein ungeahntes Talent: Ist er vielleicht zum Magier berufen? Mit neuem Mut versucht sich Trix als Retter der schönen Fürstin Tiana, die zwangsverheiratet werden soll. Dafür verspricht Tiana, ihm zu helfen, den Thron zurückzuerobern. Die beiden schmieden einen tollkühnen Plan…

Meine bescheidene Meinung:
Wie gesagt, ich hab mir anfangs nicht wirklich leicht getan, weiß aber auch nicht wirklich woran es lag. Doch irgendwann, als die Story dann richtig in Schwung kam, hat es richtig Spaß gemacht. Das Buch ist über und über gespickt mit Anspielungen, Wortspielereien und wahrscheinlich auch recht viel Gesellschaftskritik (was ich in Bezug auf Russland allerdings nicht beurteilen kann). Jedenfalls hat die Übersetzerin Christiane Pöhlmann ganze Arbeit geleistet, da die meisten Anspielungen sicher nicht einfach zu übersetzen waren, dass sie auch noch im deutschen einen Sinn ergeben hätten.
 
Das Buch lebt von seinen Figuren und ich persönlich habe jede einzelne von ihnen – bis auf die rauschkrautsüchtige und in meinen Augen unheimlich nervige Blumenfee Annette – ins Herz geschlossen, da jede/r Einzelne eine besondere Rolle in der Geschichte um Trix und seinen Racheakt gegen Sator Gris spielt. Besonders gerne mochte ich Sir Paclus und den kleinen Hallenberry, ähm ich meine natürlich Klaro ;).
 
Was mir besonders gefallen hat, ist, dass es mit jeder Person und jedem Vorkommnis eine Bewandnis hat und später alles in ein schlüssiges Gesamtbild mündet. Der Schreibstil Lukianenkos hat mir nach einigen Startschwierigkeiten recht gut gefallen; ich musste eigentlich immer schmunzeln (vor allem der Eipott hat es mir angetan 😉 ) und war bis zur letzten Seite bestens unterhalten.
 
Alle, die etwas außergewöhnlichere Fantasy mit einem ordentlichen Schuss Humor und Sarkasmus mögen, kann ich den guten Trix wärmstens ans Herz legen! Für Interessierte gehts hier zur Leseprobe – viel Spaß!
 
Wegen dem etwas schleppenden Einstieg „nur“ 4 Bäumchen.
 
 
 


2 Gedanken zu “[Rezension] Sergej Lukianenko – Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel

  1. Ich bin ein großer Russlandfan und gerade weil es in Russland spielt, musste ich es mir einfach beantragen 🙂

    Schade, dass du den Anfang nicht so toll fandest aber das kann ich ja leider nicht beurteilen da ich das Buch auch erst noch lesen muss. Ich freue mich aber sehr drauf 🙂

    1. Ich bin froh, dass ich es weitergelesen habe, auf jeden Fall. Russland kommt eigentlich als Land gar nicht vor, zumindest habe ich nichts davon gemerkt…

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