[Rezension] Ferdinand von Schirach – Verbrechen

Wie das Buch den Weg zu mir gefunden hat:
Eine Ausbeute kurz vorm TT-Ende. Da ich es eh unbedingt mal lesen wollte, waren die Tickets sinnvoll investiert (was kurz vor dem Ende nicht mehr wirklich selbstverständlich war 😉 ).

Zum Inhalt:
Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er – lakonisch wie ein Raymond Carver und gerade deswegen mit unfassbarer Wucht.

Meine bescheidene Meinung:
Eins vorweg: ich glaube, ich bin mit zu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen. Überall wurde es hochgelobt; Herrn von Schirach sah man plötzlich überall, obwohl ich vorher noch nie etwas über ihn gelesen noch den guten Mann je gesehen hatte.

Kurzum: ich hatte den absoluten Burner erwartet und wurde leider enttäuscht. Den Schreibstil von Herrn von Schirach fand ich absolut klasse, er hat eine schlichte und doch eindrucksvolle Art zu schreiben und die Geschichten lasen sich auch recht flüssig weg. Aber irgendwie konnten mich die Geschichten insgesamt nicht überzeugen. Die ein oder andere war wirklich gut und auch verhältnismäßig spannend, andere hingegen (die Story mit den Schafen) fand ich ähnlich einem Independent 3sat-Film: toller Aufbau, Spannung und plötzlich kommt der Abspann und man sitzt da und denkt Und jetzt??? Das ist dann wohl Kunst – auch gut.

Wenn es auch nicht zum Buch des Jahres gereicht hat, werde ich den Nachfolger Schuld bestimmt irgendwann mal lesen – die ein oder andere Geschichte ist sicher dabei, die mir gefällt.

Für Verbrechen gibt’s leider nur


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