[Rezension] Ursula Poznanski – Erebos

Wie das Buch den Weg zu mir gefunden hat:
Und schon wieder sind die Blogger Schuld! 😉 – Alles und Jeder schwärmte davon und irgendwann wird man dann ja auch mal neugierig. Dank des netten Herrn Lindner vom Loewe Verlag hatte ich das Buch dann auch einige Tage später im Regal – vielen Dank nochmals an dieser Stelle!

Zum Inhalt:
In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise.

Meine bescheidene Meinung:
Mal was komplett anderes. Das war mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch beendet hatte. Ich hatte nichts Bestimmtes erwartet und wollt mich überraschen lassen und das ist Frau Poznanski auch vollkommen gelungen! Ich fand die Geschichte super aufgebaut, die Charaktere vielfältig und glaubhaft – ich konnte mir entsprechend jeden der Protagonisten gut in einer Londoner Schule vorstellen (warum es unbedingt London sein musste, ist mir zwar nicht wirklich klar, aber gut).

Der Schreibstil ist flüssig und der Geschichte angepasst, so dass ich recht zügig vorankam und sich irgendwann der sogenannte Pageturner-Effekt einstellte und das bekannte Nur noch dieses Kapitel… ein. Das einzige, was mich beim Lesen mit der Zeit störte, war die Handlung im Computerspiel. Vielleicht liegt’s  ja daran, dass ich selbst nicht so der PC-Spiele-Typ bin, aber mich hat dieses Gekämpfe und Abgemetzle mit der Zeit ziemlich genervt. Als jedoch die Handlung dann immer mehr in die Gegenwart überging, war ich wirklich gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Dass die Sache mit dem Spiel irgendwann rasant eine Eigendynamik entwickelte und fast nicht mehr zu stoppen war, fand ich sowohl faszinierend als  auch beängstigend; schon alleine, weil man sehr gut beobachten konnte, wie sehr ein simples Spiel die Menschen verändern kann und welche Fratze sich hinter dem ein oder anderen vermeintlich harmlosen Schüler verbirgt und dass selbst Menschenleben irgendwann nichts mehr wert sind…

Mit der Auflösung hingegen konnte ich allerdings nicht so wirklich was anfangen; das war mir alles ein bisschen zu futuristisch und entsprechend unrealistisch, was den Lesegenuss jedoch nur minimal geschmälert hat und was Frau Poznanski und Erebos immernoch 4 Bücherbäumchen beschert.

 


2 Gedanken zu “[Rezension] Ursula Poznanski – Erebos

  1. So, ich bin überzeugt und neugierig. So sehr sogar, dass ich gerade zwei bestellt habe. Einmal für mich selbst und einmal als Geburtstagsgeschenk für meine Schwester. Ich freu mich drauf! Danke für den Tip!

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