[Rezension] Gerd Ruebenstrunk – Arthur und der Botschafter der Schatten

Wie das Buch den Weg zu mir gefunden hat:
Auch hier sind wieder die bösen Blogger Schuld! Überall schossen die Rezensionen zu Arthur 1+2 aus dem Boden wie die Pilze und ich konnte (und wollte) mal wieder nicht widerstehen. Nach unheimlich  nettem Mailkontakt mit Frau Rudolff von arsEdition hatte ich dann beide Bände daheim und war nach Arthur 1 auch gleich von der allgemeinen Begeisterung angesteckt.

Zum Inhalt:

Das Buch der Wege ist eines der Grauen Bücher. Es zeigt dem, der es zu lesen versteht, den bestenWeg zu seinem Ziel …
Es geht nicht um geographische Orte, sondern um Ziele, die man sichsetzt. Das Buch der Wege hilft bei der Erfüllung von Wünschen nach Macht, Reichtum, Glück, Erfolg.

Manche Bücher sind anders als andere Bücher. Manche Bücher haben magische Kräfte. Und manche Bücher können den Lauf des Schicksals beeinflussen…

Als Arthur zum zweiten Mal in seinem Leben auf den mysteriösen Pontus Pluribus trifft, ahnt er, dass den »Vergessenen Büchern« erneut Gefahr droht. Zudem erhält Larissa eine geheimnisvolle Nachricht – sind ihre Eltern etwa doch noch am Leben? Ein rätselhaftes Schattenwesen verspricht Larissa eine Antwort auf diese Frage – doch erst muss sie das »Buch der Wege« finden. Für die Freunde beginnt eine neue und aufregende Jagd nach diesem » Vergessenen Buch«. Bis nach Córdoba und Dubrovnik führt sie die Suche, verfolgt vom skrupellosen Pluribus und seinen Helfern, begleitet von rätselhaften Gestalten.

Meine bescheidene Meinung:
Letzte Woche war es endlich wieder soweit: ich durfte mit Arthur und Larissa wieder auf die Suche nach den vergessenen Büchern gehen und dieses Mal trieb es uns in den südlichen Teil Europas – fast bis an die Grenze Nordafrikas – und ich muss sagen: ich war wieder mal vollauf begeistert. Dieses Mal waren auch Karten der beiden Städte – Córdoba und Dubrovnik – dabei, die einem ein bisschen die räumliche Vorstellung von der Stadt und den Orten, an denen sich Arthur und Larissa herumgetrieben haben, geben konnten und auch die tollen Illustrationen von Laurence Sartin – immer passend zum jeweiligen Kapitel – haben zu meiner Freude nicht gefehlt.

Wie beim Vorgänger auch, wurde im Epilog die grobe Vorgeschichte erzählt. In diesem Fall handelt es sich um Cordóba, wo gerade eine große Bücherverbrennung im Gange ist und die Bewacher ihr Möglichstes tun, um die geheimen Bücher zu schützen. Wieder zurück in der Gegenwart, sieht sich Arthur erneut Pontus Pluribus gegenüber, der – ebenso wie ein mysteriöser Schatten – hinter dem Buch der Wege her ist. Zudem scheint es wahrscheinlich, dass Larissas Eltern noch am Leben sind und von dem Schatten gefangen gehalten werden. Also begeben sich Larissa & Arthur auf die Reise, deren erstes Etappenziel Córdoba ist und wo sie gleich von Pluribus in Empfang genommen werden um kurze Zeit später bei einem äußerst „interessanten“ Buchhändler namens Esteban zu landen – aber ich möchte nicht zuviel erzählen ;).

Auch Teil 2 fand ich wieder superspannend und unterhaltsam, auch wenn mich leider hier wieder die beim ersten Teil monierten Punkte gestört haben. Zwei halbwüchsige Teenager, die sich anscheinend problemlos in zwei fremden Städten, deren Sprachen sie nicht beherrschen, zurechtfinden – das ist mir dann doch ein bisschen zu „fantastisch“. Auch die Tatsache, dass (Vorsicht – Spoiler!)

man es plötzlich mit Vierlingen zu tun hatte, weil sonst ein Mangel an Schurken besteht und logischerweise der ein und selbe nicht immer von einem Ort zum nächsten apparieren kann (das geht nämlich nur bei Harry Potter 😉 ),

fand ich etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Was mich jedoch am meisten gestört, bzw. genervt hat, war Larissa. Diese elende Launenhaftigkeit und Quengelei und Motzerei war mir nach einer gefühlten Ewigkeit echt zu viel und obwohl ich natürlich verstehen konnte, dass es ihr sehr wichtig ist, ihre Eltern endlich w ieder bei sich zu haben, war ihr Verhalten irgendwann einfach nur noch nervig.

Beigeistert hingegen war ich mal wieder von der detaillierten Beschreibung von Dubrovnik und Córdoba (welches mich durch die islamische Vorgeschichte natürlich besonders interessiert hat). Wie schon beim 1. Teil hat das Kopfkino wieder ganze Arbeit geleistet und man konnte voll und ganz in die Geschichte eintauchen. Toll fand ich auch, dass Arthur und Larissa in beiden Städten wieder Verbündete hatten, die ihnen die ein oder andere Unwegsamkeit erleichtern konnten.

Als ich letzte Woche bei Hugendubel war, stach mir das blaue Buch mit dem tollen Cover ins Auge und es überraschte mich nicht, als ich den Titel des Regals, in dem das Buch stand, sah: Das lesen Büchermenschen. Besser hätt‘ ich’s auch nicht sagen können.

Ein tolles Buch für Jung und Alt: spannend, lustig, unterhaltsam und lehrreich (aber ohne den erhobenen Zeigefinger 😉 – kurz und gut: LESEN! Ich freue mich schon sehr auf Teil 3, der dann wohl in der arabischen Wüste sein Finale finden wird. Für alle Unentschlossenen hier mal die Leseproben zu Arthur und die vergessenen Bücher – Band 1 und Arthur und der Botschafter der Schatten – Band 2 .

Ich hätte gerne alle Bücherbäumchen gegeben, da sprach aber Larissas Launenhaftigkeit und die ab und an herrschende  „Phantasie“ dagegen. Daher aber satte und verdiente

  

Zu guter Letzt hier noch ein Interview mit dem Autor:

 


5 Gedanken zu “[Rezension] Gerd Ruebenstrunk – Arthur und der Botschafter der Schatten

  1. Schön, dass dir das Buch insgesamt gefallen hat. Larissa muss man ihre Launanhaftigkeit etwas nachsehen, immerhin pubertiert sie gerade. Und ich glaube sie weiß auch nciht so recht ob sie Arthur nicht besser findet als sie das möchte 😀

    LG von der HP-Loserin

  2. Ja, gefallen hat’s mir auf alle Fälle und ich warte jetzt auch schon gespannt auf den Januar!

    Was die Launenhaftigkeit angeht, bin ich leider nicht so pädagogisch wertvoll, mir ging sie einfach nur auf den Zeiger!

    LG zurück von der anderen Loserin – Hogwarts reizt mich derzeit so gaaaar nicht :/

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