[Rezension] Gerd Ruebenstrunk – Arthur und die Vergessenen Bücher

Wie das Buch den Weg zu mir gefunden hat:
Nachdem ich überall nur Gutes von dem Buch gehört und daraufhin ein bisschen auf der Homepage vom arsEdition Verlag gestöbert habe, habe ich dort angefragt und bekam kurze Zeit später Band 1 und 2 zugeschickt. Vielen Dank an die äußerst nette Frau Rudloff für den netten E-Mail-Verkehr!

Zum Inhalt:
Es gibt Bücher, die „anders“ sind: Davon weiß Arthur nichts, als er in den Ferien in einem Antiquariat aushilft. Doch dann weiht ihn der Buchhändler in ein Geheimnis ein – und eine beispiellose Jagd beginnt, die Arthurs Leben auf den Kopf stellt! Eine seltene Begabung, von der er nicht die geringste Ahnung hat, macht ihn zur Zielscheibe von Fremden, die besessen sind vom Geheimnis der Vergessenen Bücher. Ob diese mysteriösen Werke tatsächlich existieren? Gemeinsam mit seiner Freundin Larissa folgt Arthur den Spuren nach Amsterdam und Bologna. Und gerät dabei immer tiefer in den Sog eines jahrhundertealten Rätsels…

Meine bescheidene Meinung:
Als ich die Bücher ausgepackt habe, war ich zu allererst von den wunderschönen Covern fasziniert. Ich mag Hardcover, die keinen Schutzumschlag haben, dafür aber schön aufgemacht sind – so wie die Harry Potter-Bücher beispielsweise. Der erste Band um Arthur und die vergessenen Bücher kommt in einem satten dunklen grün daher, ausgestattet mit tollen Cover-Motiv und wunderschönen Goldprägungen in den Ecken und im Buchrücken (macht sich in Kombination mit Band 2 in dunkelblau übrigens auch sehr schmuck im Regal! 😉 ).

Beim Durchblättern sind mir auch gleich die tollen Illustrationen aufgefallen, die in vielen Kapiteln zu finden sind und immer eine Person/Gegenstand zeigen, die/der für die Handlung im jeweiligen Kapitel wichtig ist. Was mir ein bisschen gefehlt hat [was ich aber beim 2. Teil schon entdeckt habe], sind Karten von den Städten, die Arthur und Larissa besuchen – im ersten Fall handelt es sich hierbei um Amsterdam und Bologna. Ich finde es immer ganz schön, zwischendrin beim Lesen auf den Karten nachschauen zu können, wo ungefähr die Personen sich befinden; von dahergesehen freue ich mich natürlich noch mehr auf den 2. Teil :).

Gerde Ruebenstrunks Schreibstil ist leicht und unkompliziert. Was mir sehr gut gefallen hat, war, das Arthur und Larissa so herrlich normale Teenager sind. Sie sprechen keine übermäßige Jugendsprache, wobei ich mich ernsthaft frage, ob Jugendliche solche Worte wie Murmelschuppen oder abschnitzeln tatsächlich benutzen – ich hoffe mal nicht :). Die Charaktere sind allesamt realistisch dargestellt und ich für mich kann behaupten, dass ich die meisten (natürlich nicht Ham & Sam) auch recht schnell in mein Herz geschlossen hatte.

Einen gewissen Lerneffekt kann man dem Buch auch nicht absprechen; Informationen über die Kaballa, berühmte Persönlichkeiten und Orte wurden fließend in den Text integriert. So hatte man nicht das Gefühl, jemand würde die Informationen vor einem runterrattern, sondern man würde sich gemeinsam mit Larissa & Arthur gemeinsam Wissen aneignen. Gerade die Stadtbeschreibungen von Amsterdam und Bologna haben mir sehr gut gefallen; ich hatte streckenweise das Gefühl, selbst vor Ort zu sein und hatte wirklich Lust, hinzufahren und mir alles selbst mal anzuschauen; so habe ich gerade über die beiden Städte das ein oder andere erfahren.

Die Handlung an sich war immer spannend und hatte keine Längen, was wohl auch den nicht allzulangen Kapitel zu verdanken ist; hier haben mir – wie schon vorab erwähnt – die Illustrationen immer sehr gut gefallen, die dem Ganzen noch den letzten Schliff verliehen haben.

So, jetzt aber genug gelobt – es gab natürlich (wie soll’s auch anders sein? 😉 ) auch Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben. Die Tatsache, dass zwei 14jährige einfach so mal durch Europa reisen, finde ich recht unrealistisch, aber gut, das ließe ich mir unter Umständen noch eingehen. Was ich allerdings gänzlich an den Haaren herbeigezogen fand, war die äußerst umfangreiche Ortskenntnis der beiden Teenager. Als Arthur und Larissa in Amsterdam ankommen, wird kurz ein Stadtplan erwähnt und das war’s dann auch. Also mal schwuppdiwupp durch die Straßen Amsterdams gehetzt (egal ob zu Fuß oder gerne auch auf dem Boot durch die Grachten) – es kam einfach so selbstverständlich rüber, als ob die beiden die Stadt kennen würden wie ihre Westentasche… Gerade am Schluss in Bologna fiel mir das extrem auf, als Arthur mitten in der Nacht unterwegs war… Fand ich nicht so doll, aber nun gut.

Ich bin natürlich gespannt, wie es weitergeht; Cordóba und Dubrovnik warten noch auf mich und werden auch in naher Zukunft bereist werden. Hier übrigens ein Tweet von ArsEdition von gestern

der dritte Band wird übrigens »Arthur und die Stadt ohne Namen« heißen und rot sein.

Alle Arthur-Fans dürfen sich also auf den Januar freuen :).

Mein Résumée: für mich war es ein toller Abenteuer-Roman, der sowohl für Jung und Alt gut geeignet ist. Sympathische Charaktere, geschichtsträchtige Schauplätze, Spannung, Humor und die Liebe zu Büchern, hier war wirklich alles vertreten. Ein Bücherbäumchen muss ich allerdings für die oben genannten Punkte abziehen, was jedoch – und das möchte ich nochmal betonen – dem Lesevergnügen absolut keinen Abbruch tut!

 

Hier übrigens noch der Trailer von Arthur und die Vergessenen Bücher und ein Interview mit Gerd Ruebenstrunk, dem Autor. Find ich richtig toll und hat mich super auf das Buch eingestimmt.

 

 


3 Gedanken zu “[Rezension] Gerd Ruebenstrunk – Arthur und die Vergessenen Bücher

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