Josh Bazell – Schneller als der Tod [Hörbuch]

Wie das Hörbuch den Weg zu mir gefunden hat:
Aufgrund der durchweg positiven Meinungen und meinem Faible für Hörbücher, die von Christoph-Maria Herbst gesprochen werden, habe ich mir das gute Werk heruntergeladen und auf meinen iPod gepackt [wo es auch ziemlich lange bleiben musste…].

Zum Inhalt:
Pietro Brnwa ist clever, skrupellos und war, bis er ausstieg, ein Killer für die Mafia. Er ist der letzte Mensch, den man als behandelnden Arzt im Krankenhaus treffen möchte. Dr. Peter Brown ist Assistenzarzt. Er hat Talent, eine höllenmäßige Nachtschicht in Manhattans berüchtigtstem Krankenhaus und eine Vergangenheit, die er lieber geheim hält. Bis einer der alten Mafiabosse eingeliefert wird, der einen komischen Gedanken hat: dass Peter Brown und Pietro Brnwa möglicherweise ein- und dieselbe Person sind…

Meine bescheidene Meinung:
Um eines vorweg zu nehmen: ich halte Christoph-Maria Herbst immernoch für einen der besten, wenn nicht sogar DEN besten Hörbuch-Vorleser [heißt es jetzt eigentlich Leser? Oder Sprecher? Oder Vorleser – Vorschläge sind jederzeit herzlich willkommen!]. Dies ist jedoch auch gerade mal der einzigste Grund [ich weiß, dass es einzigste nicht gibt, aber ich möchte damit explizit betonen, dass es auch wirklich der absolut einzige Grund war], wegen dem ich mir Schneller als der Tod fast zu Ende angehört habe [richtig – fast zu Ende – denn 8 Minuten vor Schluss wurde es dann nochmal so eklig, dass selbst der Christoph-Maria mit seiner Erzählkunst nichts mehr reißen konnte].

Am Anfang fand ich es schon etwas seltsam, dass ich nicht in die Handlung hineingefunden habe, versprachen der Klappentext und die Rezensionen bei Amazon & Co. doch einen rasanten Thriller und der Plot an sich hörte sich auch recht vielversprechend an. Also ließ ich Herrn Herbst noch ein bisschen erzählen und hoffte darauf, dass irgendwann mal der Wendepunkt kommen möge und ich die Kopfhörer des iPods nicht mal zum Duschen abnehmen wollen würde. Wie oben schon erwähnt, verweilte das Hörbuch dann doch recht lange auf meinem Pödchen, weil Herr Bazell, entsprechend Peter Brown, entsprechend Herr Herbst einfach nicht in die Puschen kamen.

Hier und da wurde mal einer umgelegt, dann sprang man plötzlich in die Vergangenheit [was eigentlich noch zum interssantesten Teil der Geschichte gehörte], alles natürlich gespickt mit Fäkalsprache vom Feinsten, mit der äußerst großzügig umgegangen wurde. Summa sumarum: ein Griff ins Klo, den man sich getrost hätte sparen können. Einzig Herr Herbst hat wieder einmal brilliert, wofür ich  ein Trost-Bücherbäumchen vergebe.


Ein Gedanke zu “Josh Bazell – Schneller als der Tod [Hörbuch]

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